Werbung für die Oberpfalz
Regierungspräsident stellt „Sagengelichter“ in München vor
MÜNCHEN (mz). Die enge Verbindung von Schönwerth und der Oberpfalz zeigte Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert in München mit „Sagengelichter der Oberpfalz“, einem Hörbuch und Film von Heidemarie und Wolfgang Sander auf.
Der Regierungspräsident, der Schönwerth mit seinen „Sitten und Sagen“ vorstellen wollte, warb gleichzeitig für die Kulturregion Oberpfalz. Das Werk solle dazu beitragen, die Oberpfalz „in ganz Deutschland mehr als bisher bekannt zu machen“.
Neben der Volkssage, für Jakob Grimm besonders wichtiges Zeugnis germanisch-heidnischer Vergangenheit der Deutschen, hätte Schönwerth aber vor allem auch im Brauchtum eine Quelle gesehen, aus der es sich zu schöpfen lohne. Dr. Kunert zitierte Schönwerth: „Indem ich des oberpfälzischen Volkes Sitten und Sagen erforsche, will ich das Heidentum, das darin verborgen liegt, daraus entwickeln“.
Mit in München dabei waren unter anderem Vertreter aus der Wirtschaft, Kunstschaffende, Museumsleiter und Bürgermeister der Region, die den Pressevertretern Rede und Antwort standen. Laienschauspieler Reinhold Escherl von der Bauernbühne Freudenberg und BR-Abendschau-Redakteurin Agnes Eisenreich erzählten in Hochdeutsch und Dialekt vom Teufel und den Holzweiblein.
Oberpfalznetz: Meldung vom 22.01.2007
Das “Sagengelichter” wird quicklebendig
Film und Hörbuch als Hommage an Volkskundler Schönwerth – Sonntag Vorführung im Stadtmuseum Amberg
Amberg-Sulzbach. (eik)
Wenn Nebel und Vollmond die Lindenallee in ein geheimnisvolles Licht tauchen, wenn das Märchen und die Wahrheit menschliche Gestalt annehmen und Hand in Hand durch den Rosengarten des Zeughauses schlendern, dann sehen sogar alteingesessene Amberger ihre Heimatstadt plötzlich mit ganz anderen Augen – und durch den “Sagen-haften” Blickwinkel eines spannenden Projekts: Heidemarie und Wolfgang Sander haben, unterstützt von einem kreativen Team, dem Amberger Volkskundler Franz Xaver von Schönwerth einen Film und ein Hörbuch gewidmet.
In märchenhaften Bildern, stimmungsvoller Musik und den von Schauspieler Jörg Hube eingängig gesprochenen Texten erwecken DVD bzw. CD “Die Sagengelichter der Oberpfalz” zum Leben: Im 20-minütigen Film begegnet man seltsamen – und meist auch ein wenig gruseligen – Gestalten wie dem Holzhatzer, dem Hoimann und dem Bilmesschneider, im 60-minütigen Hörbuch gesellt sich dazu auch noch allerlei anderes “Gelichter” wie die Armen Seelen, der Schebberer und das Steinerne Ross.
Im Beisein von Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer und Vertretern des Kulturreferats sowie dem Team, das an der Produktion beteiligt war, wurden die “Sagengelichter” am Mittwoch im Stadtmuseum den Medien präsentiert: Die Vorführung des 20-minütigen Films wird am kommenden Sonntag, 14. Januar, um 15 Uhr an selber Stelle wiederholt (Eintritt frei) – dazu sind dann alle Interessenten im Stadtmuseum willkommen.
Dies sollen nicht nur die Amberger tun können. Die “Sagengelichter der Oberpfalz” werden am kommenden Dienstag auch Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert präsentiert, bei einer Vorstellung von Hörbuch und Film im Alten Hof in München: “einerseits, um Schönwerth einem breiteren Publikum bekannt zu machen, andererseits, um für die Oberpfalz und Amberg-Sulzbach als Kulturregion zu werben”, so Heidemarie Sander.
Oberpfalznetz: Meldung vom 13.01.2007
Sagen und Märchen
Das Rockenfüssl mit Hühnerbeinen aus der Sicht von Irmingard Jeserick. Bei all ihren Schönwerth-Illustrationen fällt auf, dass ihre Technik und Darstellungsweise in ungewöhnlicher Übereinstimmung zu der Form des Märchens oder der Sage steht.
Die Illustrationen von Irmingard Jeserick, Furth im Wald sind wie die meisten ihrer Schönwerth-Märchenbilder in der Feder- und Aquarell-Technik. Diese auf dem ersten Blick naiv wirkenden Darstellungen übersetzen von einer bildhaften Sprache in eine andere, mehr noch, sie übertragen die phantastischen Geschichten in die Sprache zurück, der sie entstammen: in die der Bilder. Dass es sich dabei um mehr als nur vom Text abhängige Illustrationen handelt, wird dem Betrachter schnell klar, wenn er sich allein auf die zahlreichen Symbole einlässt, die in der Regel über den Zeichenbestand der Textvorlage hinausgehen. Dies gilt ebenso für die Linolschnitte mit Motiven der Schönwerth-Sagengestalten (siehe dazu Schönwerth-Sagen).